Institut für Psychologische Psychotherapie - Prof. Sachse / Bochum

Institut für Psychologische Psychotherapie

Klärungsorientierte Psychotherapie - Interaktionelle Verhaltenstherapie - Kognitive Verhaltenstherapie
Staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut - Leitung: Prof. Dr. Rainer Sachse

Approbation Erwachsene

Das IPP

Das IPP ist ein staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut. Es ist zentral in der nördlichen Bochumer Innenstadt gelegen (Prümerstrasse) und sowohl mit dem Auto als auch öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Zur Zeit umfasst das Institut 40 Räume auf 5 Etagen, davon 25 Therapieräume und 5 Gruppen-/Ausbildungsräume.

Das IPP bietet eine Approbationsausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin/zum Psychologischen Psychotherapeuten mit dem Schwerpunkt "Verhaltenstherapie" an.

Ausbildungsziel ist die Vermittlung von störungsspezifischem und störungsübergreifendem Wissen sowie praktischen therapeutischen Fertigkeiten. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt der Ausbildung bei uns darauf, den Umgang mit schwierigen Interaktionssituationen und "schwierigen Klienten" systematisch zu trainieren: Daher ist auch die Therapie von "Persönlichkeitsstörungen" ein zentrales Thema der Ausbildung im IPP. Dieser Ausbildungsschwerpunkt ist bundesweit einzigartig.


Der Umfang der Ausbildung

Entsprechend den Vorgaben des Psychotherapeutengesetzes umfasst die Ausbildung folgende Elemente:

1. Praktika (2400 Std.):
1200 Std. praktische Tätigkeit in einer psychiatrischen Klinik
600 Std. praktische Tätigkeit in einer psychotherapeutischen Einrichtung
600 Std. praktische Ausbildung (Einzelpsychotherapie mit Klientinnen und Klienten)

2. Ausbildungsstunden(870 Std.):
600 Std. Theorie und Training
120 Std. Selbsterfahrung
100 Std. Gruppensupervision
50 Std. Einzelsupervision

3. Außerdem weitere 930 Stunden sogenannte "freie Spitze", z.B. in Form von selbstorganisierten Kleingruppentreffen etc.

Sämtliche Ausbildungsstunden werden in den Räumen des Instituts durchgeführt; auch die Praktikums- und Therapiestunden (mit Ausnahme des Psychiatrie-Praktikums) und die "freien Spitze" können im Institut absolviert werden


Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung am IPP kann als "Teilzeitausbildung" (5 Jahre) oder "Vollzeitausbildung" (3 Jahre) absolviert werden. Angeboten werden jedes Jahr je nach Zustandekommen der Gruppen beide Ausbildungsmodelle.


Finanzen

Die gesamten Ausbildungskosten können durch die Vergütung der 600 Stunden "praktische Ausbildung", d.h. der psychotherapeutischen Tätigkeit mit Klientinnen und Klienten, im Institut vollständig refinanziert werden.

Für alle Ausbildungsjahrgänge, die ab Oktober 2017 beginnen, gelten folgende Ausbildungskosten:

18.810 für alle angegebenen Ausbildungsstunden (inklusive der Supervisionen)
+ 250 Anmeldegebühr
+ 800 Prüfungsgebühr
19.860 Gesamtkosten

Damit sind sämtliche Ausbildungskosten für die Approbationsausbildung abgedeckt.


Refinanzierung

Dagegen steht die Vergütung der therapeutischen Arbeit mit Klienten im Rahmen der Praktischen Ausbildung (mindestens 600, maximal 800 Stunden). Zur Zeit gilt dabei ein Satz von 35 Euro pro bewilligter Therapiestunde (dieser Satz wird den jeweils gültigen Kassenverträgen angepasst); insgesamt können die Teilnehmer so eine Vergütung von zurzeit ca. 21.000 erreichen. Weitere (maximal) 200 Therapiestunden dürfen während der Ausbildung absolviert werden; es ist also ein Verdienst von ca. 28.000 erreichbar.

Die Ausbildungsteilnehmer müssen ein Psychiatrie-Praktikum von 1200 Stunden in einer Psychiatrischen Klinik absolvieren. Die Einnahmen aus dieser stationären praktischen Tätigkeit variieren je nach Institution.

Im Rahmen der 5-jährigen "Teilzeitausbildung" haben die Ausbildungsteilnehmer die Möglichkeit, neben der Ausbildung eine halbe Stelle anzunehmen. Dies ist bei einer dreijährigen Vollzeitausbildung praktisch nicht möglich.


Das Ausbildungskonzept

  • Die Ausbildung ist praxis- und anwendungsorientiert :

    Ziel der Ausbildung im IPP ist die Schaffung von Expertise bei Ausbildungskandidatinnen und Ausbildungskandidaten (AT): Da "Psychotherapie" eine hoch komplexe Aufgabe ist, müssen Therapeutinnen und Therapeuten daher über komplexe Fertigkeiten verfügen. Diese Fertigkeiten vermitteln wir den AT, so dass sie den Anforderungen der Psychotherapeutischen Praxis gewachsen sind. (Nur dann kann man Psychotherapie auch nach 10 Jahren Tätigkeit noch als spannend und herausfordernd empfinden).

    Gelehrt werden therapeutische Fähigkeiten wie z.B.:
    - verhaltenstherapeutische Standardmethoden
    - klassische und kognitive Verhaltenstherapie
    - aktive allgemeine und komplementäre Beziehungsgestaltung
    - Informationsverarbeitung und therapeutische Modellbildung
    - Anregen und Steuern von Klärungsprozessen bei Klienten
    - Interventionen zur Veränderung von kognitiven und affektiven Schemata
    - Bearbeiten von Vermeidung

    Alle Dozentinnen und Dozenten sind erfahrene Therapeutinnen und Therapeuten, haben weitreichende Dozenten-Erfahrung und haben an der konzeptuellen Entwicklung von Psychotherapie oder im Bereich der Psychotherapieforschung gearbeitet.

  • Die Ausbildung ist trainingsorientiert:

    Therapeutische Vorgehensweisen wie aktive Beziehungsgestaltung, Informationsverarbeitung, therapeutische Prozesssteuerung, Schemaklärung, Schemabearbeitung u.a. werden in Rollenspielen trainiert; die Trainings werden aufgezeichnet und ausführlich besprochen, so dass durch "reflektierte Praxis" gelernt wird. Dies ist nachweislich der beste Weg, um therapeutische Expertise zu erlangen. Mit acht großen Trainingseinheiten ist das Curriculum des IPP ebenfalls einzigartig; die Ausbildung kann so weit über das Niveau von Theoriekursen hinausgehen.

    Die Ausbildung erfolgt in kleinen Gruppen zu maximal 16 Teilnehmern. Nur so ist die trainingsintensive Schwerpunktsetzung möglich.

  • Das Curriculum ist sehr integrativ:

    Es umfasst klassische und kognitive Verhaltenstherapie, Klärungsorientierte Psychotherapie und viele störungsspezifische Techniken, eingebettet in ein therapeutisches Rahmenmodell, das den Ausbildungsteilnehmern als Bezugsmodell für therapeutisches Arbeiten dienen kann. Alle Lehrveranstaltungen sind damit inhaltlich aufeinander bezogen und ergeben eine konzeptuelle Einheit, so dass bei den Ausbildungsteilnehmern ein einheitliches Modell von Psychotherapie entstehen kann.

  • Klärungsorientierte Psychotherapie:

    Im IPP wurde die Klärungsorientierte Psychotherapie entwickelt, ständig weiter entwickelt und beforscht. Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) ist eine Weiterentwicklung im Rahmen der "Dritten Welle" der Verhaltenstherapie und integriert Kognitive Verfahren mit speziellen psychologisch fundierten Techniken der Klärung, Bearbeitung und Veränderung dysfunktionaler kognitiver, aber vor allem auch affektiver Schemata. Die KOP ist auf dem neuesten psychologisch wissenschaftlichen Stand und stellt eine "high-Tech"-Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie dar. Sie ist hochgradig praxisorientiert, sehr gut empirisch fundiert und verfügt u.a. über spezielle Therapieansätze für Klienten mit psychosomatischen Erkrankungen und für Klienten mit Persönlichkeitsstörungen.

  • Die Ausbildungsinhalte sind auf dem neusten wissenschaftlichen und konzeptuellen Stand von Psychotherapie

    Da das Institut auch ein Forschungsinstitut ist, arbeiten alle Mitarbeiter auch an der Entwicklung von Therapiekonzeptionen, insbesondere im Bereich der Klärungsorientierten Psychotherapie und der Psychotherapie-Prozessforschung, wodurch ständig aktuelle Forschungsergebnisse in die Lehre einfließen.

  • Individuelle Betreuung:

    Während der gesamten Ausbildung findet im Institut eine intensive und persönliche Betreuung der Ausbildungsteilnehmer statt: Diese werden speziell auf die praktische therapeutische Tätigkeit vorbereitet und gerade auch im Rahmen der praktischen Ausbildung, also bei Durchführung der Therapien, eingehend betreut. Zur Ausbildung gehört neben dem Training therapeutischer Kompetenz auch die Vermittlung von Fertigkeiten in formalen Aspekten, wie z.B. Gutachterberichten, Kassenanträgen; ebenso die Beratung bei allen formalen und inhaltlichen Fragen, engmaschige Supervision sowie schnelle Hilfestellung bei allen problematischen Therapiesituationen.

  • Räumliche Ausstattung

    Für die praktische Ausbildung steht neben kooperierenden Praxen vor allem die institutseigene große Ambulanz zur Verfügung, die mit 25 Therapieräumen ausgestattet ist, so dass für die Ausbildungsteilnehmer eine hohe Flexibilität bzgl. der Therapiezeiten und Raumbelegung ermöglicht werden kann. Den Therapeuten steht ein Arbeits- und Aufenthaltsraum zur Verfügung.

    Der Großteil der Ausbilderstunden findet an Wochenenden statt, so dass auch eine größere Entfernung zwischen Institut und Wohnort kein Problem darstellt.


    Anmeldung

    Die Anmeldung zur Approbationsausbildung kann über das Anmeldeformular auf dieser Homepage, per mail oder schriftlich jederzeit erfolgen.

    Nach der Anmeldung werden Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Bei positivem Verlauf erhalten Sie anschließend einen Ausbildungsvertrag.

    Der jeweils neue Jahrgang startet im Mai eines jeden Jahres; bei genügend Interessenten kann eine zusätzliche Ausbildungsgruppe im Oktober eines Jahres beginnen.

    Falls Sie Fragen haben, rufen Sie uns doch einfach an: 0234/6405775 oder schicken Sie uns eine Mail an info@ipp-bochum.de .

    In unregelmäßigen Abständen finden auch Informationsveranstaltungen über die Approbationsausbildung im Institut statt, an denen Sie teilnehmen können. Diese werden jeweils auf der Startseite der Homepage angekündigt. Sie können uns jedoch auch gern außerhalb dieser Zeiten besuchen; vereinbaren Sie doch einfach einen Termin mit uns!