Institut für Psychologische Psychotherapie - Prof. Sachse / Bochum

Institut für Psychologische Psychotherapie

Klärungsorientierte Psychotherapie - Interaktionelle Verhaltenstherapie - Kognitive Verhaltenstherapie
Staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut - Leitung: Prof. Dr. Rainer Sachse

Weiterbildung in Klärungsorientierte Psychotherapie

Auf den folgenden Seiten finden Sie wichtige Informationen zu unserer Weiterbildung in Klärungsorientierter Psychotherapie. Wir stellen Ihnen eine Definition sowie die Ziele der Klärungsorientierten Psychotherapie vor.

Des Weiteren können Sie sich über einzelne elementare Teilbereiche der Klärungsorientierten Psychotherapie (Beziehungsgestaltung, Strategien zur Ermöglichung von Klärung, Klärung, Bearbeitung von Schemata, Besonderheiten der Klärungsorientierten Psychotherapie) informieren.

Am IPP vertreten wir in unserer Weiterbildung ein "Expertise"-Modell. Der zentrale Schwerpunkt liegt auf reflektiertem Training, also auf der Entwicklung einer sehr validen und schnellen therapeutischen Verarbeitung und einer relevanten und effektiven therapeutischen Handlung.

Das Curriculum erstreckt sich über 300 Stunden Weiterbildung an 10 Wochenenden á 30 Stunden. Die Weiterbildung beginnt im Mai.

Die Weiterbildungen finden Freitags, Samstags und Sonntags statt. Die Kosten betragen 4500, entsprechend einer monatlichen Zahlung von 187,50 (24 Monatsraten).

Neben allgemeinen Informationen zum Curriculum werden auf den folgenden Seiten die einzelnen Seminare im Detail beschrieben.


Was ist Klärungsorientierte Psychotherapie?
Rainer Sachse, Jana Fasbender, Janine Breil, Meike Sachse und Sarah Scholich

1 Definition

Klärungsorientierte Psychotherapie ist eine Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie im Zuge der "Dritten Welle" der Verhaltenstherapie: Klärungsorientierte Psychotherapie integriert auf psychologischer Grundlage wesentliche Aspekte der Kognitiven Therapie, der Zielorientierten Gesprächspsychotherapie und der "experientialpsychotherapy" von Greenberg und Elliott.

Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) ist eine psychologisch sehr gut fundierte, empirisch hochgradig validierte Psychotherapieform, die zwei Hauptaufgaben verfolgt.

Eine Hauptaufgabe bezieht sich auf Klärung: Auf der Basis einer vom Therapeuten aktiv hergestellten vertrauensvollen Therapeut-Klient-Beziehung werden zum einen aktuelle Motive des Klienten, zu denen dieser im Augenblick keinen Zugang hat, geklärt und damit der Zustand der Alienation aufgehoben.

Zum anderen gilt es, dysfunktionale, d.h. problem-(mit-)determinierende Schemata eines Klienten zu klären und zu repräsentieren.

Dank dieser Klärung können dann in der zweiten Hauptaufgabe der KOP diese Schemata therapeutisch bearbeitet und verändert werden, sodass der Klient im Alltag konstruktiver und flexibler handeln kann, weniger oder keine störenden "Symptome" mehr aufweist, Alltagssituationen kognitiv und affektiv besser verarbeiten kann und selbstregulativer und zufriedener leben kann.

2 Ziele der Klärungsorientierten Psychotherapie

Hauptziel der KOP ist die (Wieder-)Herstellung einer funktionalen Selbstregulation (Baumann & Kuhl, 2005): Der Klient soll in der Lage sein, einen Zugang zu seinen Motiven zu haben, Situationen angemessen zu verarbeiten, Entscheidungen zu treffen, die sowohl realitätsangemessen als auch motivkompatibel sind. Weiterhin soll er diese Verarbeitungen und Entscheidungen ohne Störungen durch dysfunktionale Schemata, Symptome und unangemessene Handlungskosten treffen und durchführen können.

Um einen solchen Zustand der Selbstregulation herzustellen, kann es nötig sein, mit dem Klienten zunächst an einer angemessenen Definition des Problems zu arbeiten;

  • einen Zugang zum Motiv- und Bedürfnis-System zu schaffen;
  • dysfunktionale Schemata zu identifizieren, zu klären und zu repräsentieren sowie zu bearbeiten und zu verändern;
  • Konflikte zu klären und zu bearbeiten;
  • Ressourcen zu aktivieren oder (z.B. durch Training) zu schaffen;
  • Symptome zu reduzieren, zu beseitigen oder zumindest unter Kontrolle zu bekommen.
3 Teilbereiche der Klärungsorientierten Psychotherapie

Entsprechend der verschiedenen Ziele setzt sich die KOP aus mehreren Teilbereichen zusammen, die unterschiedliche Aufgaben an den Therapeuten stellen und damit in verschiedenen Bereichen Expertise vom Therapeuten fordern.

3.1 Beziehungsgestaltung

Ein Expertise-Bereich der KOP bezieht sich auf Vorgehensweisen des Therapeuten zu einer aktiven, gezielten Beziehungsgestaltung. Dabei kann ein Therapeut Strategien der "Allgemeinen Beziehungsgestaltung" oder Strategien der "Komplementären Beziehungsgestaltung" realisieren. Der Therapeut baut durch diese Strategien eine vertrauensvolle Therapeut-Klient-Beziehung auf, die die Grundlage ist für alle weiteren Klärungs- und Bearbeitungsprozesse (Sachse, 1992a, 2000a, 2006a).

3.2 Strategien zur Ermöglichung von Klärung

Bei manchen Klienten können Klärungsprozesse nicht gleich zu Therapiebeginn einsetzen: Vielmehr müssen erst Voraussetzungen für Klärungsprozesse geschaffen werden, d.h. der Therapeut muss erst Strategien verwenden, durch die solche Voraussetzungen geschaffen werden und Klärung erst ermöglicht wird. Klienten mit bestimmten Störungen weisen nämlich im Therapieprozess ein stark dysfunktionales Bearbeitungs- oder Beziehungsverhalten auf, das eine effektive Klärung dysfunktionaler Schemata unmöglich macht.

So weisen Klienten mit psychosomatischen Störungen ein hohes bis extrem hohes Ausmaß an kognitiver Vermeidung auf: Sie beschäftigen sich gezielt nicht mit Problemen oder Problem-Aspekten und weichen entsprechenden Interventionen des Therapeuten aus. Dadurch ist es aber nicht möglich, dysfunktionale Schemata zu aktivieren oder zu klären (vgl. Sachse, 1993a, 1994a, 1995a, 1995b, 1997a, 1997b, 1998, 1999a, 2006b, 2007b).

Die KOP hat nun spezielle Strategien konzipiert, wie Therapeuten mit starkem Vermeidungsverhalten von Klienten umgehen: Diese Strategien der "Bearbeitung der Bearbeitung" sind in der Lage, die Vermeidungen der Klienten effektiv zu reduzieren, sodass eine konstruktive inhaltliche Arbeit möglich wird (Sachse, 1995a, 1999a, 2006b; Sachse, Fasbender & Sachse, 2011).

Klienten mit Persönlichkeitsstörungen bringen dysfunktionale Interaktionsmuster (sog. "Interaktionsspiele") in die Therapie ein, wodurch sie versuchen, den Therapeuten dahin zu bringen, ihr dysfunktionales System zu stabilisieren und abzusichern (manipulatives Verhalten); an einer Veränderung ihrer Schemata oder Handlungsstrategien sind die Klienten zunächst nicht interessiert, ihnen ist gar nicht bewusst, dass sie Teil des Problems sind ("ich-syntone Störung"; vgl. Sachse, 1999b, 2000, 2001a, 2001b, 2002, 2004a, 2004b, 2005a, 2006a, 2006b, 2006c).

Diese "Interaktionsspiele" wurden von den Klienten in der Biographie als Notlösung und einzige Möglichkeit gelernt, primäre Bedürfnisse befriedigt zu bekommen. Im Erwachsenenalter sind sie oft hochautomatisiert, dysfunktional und bereiten den Klienten häufig große Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen, werden von den Klienten aber nicht als problemdeterminierend erkannt.

In der Therapie ist es daher von großer Wichtigkeit, dass dem Klienten genau dies deutlich wird. Die KOP hat auch Strategien entwickelt, um mit dem dysfunktionalen Interaktionsverhalten persönlichkeitsgestörter Klienten effektiv umzugehen: Therapeuten bearbeiten durch komplementäre Beziehungsgestaltung und einem adäquaten Umgang mit Images und Appellen einerseits und durch gezielte konfrontative Strategien andererseits die manipulativen Interaktionsstrategien der Klienten, sodass die Klienten diese als dysfunktional erkennen und eine Änderungsmotivation im Hinblick auf ihre Schemata entwickeln (Sachse, 1999b, 2001a, 2001b, 2002, 2004a, 2004b, 2005a, 2006c, 2006d, 2007c, 2008a).

3.3 Klärung

Auch zur Klärung von Schemata und Motiven sind spezielle Techniken notwendig. Die KOP hat hoch effektive therapeutische Vorgehensweisen entwickelt mit deren Hilfe Therapeuten bei Klienten effektive Klärungsprozesse initiieren und steuern können. Mit Hilfe dieser Strategien gelingt es Klienten, ihre dysfunktionalen Schemata valide zu repräsentieren und sie so bearbeitbar zu machen (Sachse, 1992a, 1995, 1996a, 1999, 2000b, 2003, 2005b, 2006c, 2007a, 2008; Sachse & Fasbender, 2010; Sachse, Fasbender &Breil, 2009; Sachse, Fasbender & Sachse, 2011a, 2001b; Sachse & Sachse, 2011). Mit Hilfe spezieller Strategien gelingt es Klienten auch, ihre Motive und Bedürfnisse zu repräsentieren und damit als Grundlage von Entscheidungen zu nutzen (Sachse, 2005b, 2006b, 2006e). Klärung ist damit eine Hauptaufgabe im Therapieprozess und eine Kernkompetenz Klärungsorientierter Psychotherapeuten.

3.4 Bearbeitung von Schemata

In der Regel ändern sich Schemata, wenn sie repräsentiert sind, nicht von selbst, sondern sie müssen im Therapieprozess aktiv bearbeitet werden: Sie müssen hinterfragt, geprüft, widerlegt werden, es müssen zu den Schemata kognitive und affektive Alternativen entwickelt werden; außerdem müssen Klienten speziell motiviert werden, gegen ihre dysfunktionalen Schemata anzugehen und alternative Schemata zu entwickeln. In der KOP wurde eine spezielle Rahmentechnik zur Bearbeitung von Schemata entwickelt, das Ein-Personen-Rollenspiel (EPR). Das EPR ist kein rein kognitives Verfahren, sondern es nutzt Strategien der Schema-Aktivierung, der Klärung, der kognitiven Umstrukturierung, der affektive Umstrukturierung, der Ressourcen-Aktivierung und der Motivierung (Sachse, 1983, 2006e; Sachse, Püschel, Fasbender &Breil, 2008).

Das EPR ist eine Zwei-Stuhl-Technik, bei der der Therapeut den Klienten anleitet, sein eigener Therapeut zu sein. Das EPR wird günstigerweise eingesetzt, wenn ein dysfunktionales Schema bereits weitgehend geklärt ist. Entsprechend geht dem EPR in der Regel ein Klärungsprozess voraus. Klient und Therapeut definieren ein Problem, das zugrunde liegende Schema wird aktiviert und geklärt. Das dysfunktionale Schema ist jetzt in Form einer Annahme explizit repräsentiert. Struktur und der Ablauf des EPR sehen dann wie folgt aus:

Der Therapeut zieht einen dritten Stuhl heran, stellt ihn dem Klienten frontal gegenüber, so dass der Klient auf den leeren Stuhl blickt. Der Therapeut bittet ihn nun, die Position zu wechseln und sich auf den dritten Stuhl zu setzen. Sitzt der Klient auf der neuen Position, gibt der Therapeut folgende Instruktion: "Sie sind jetzt ihr eigener Therapeut und Sie sind völlig anderer Meinung als Ihr Klient. Ihre Aufgabe hier ist es, etwas zu finden, was Ihrem Klienten hilft. Ich bin Ihr Supervisor, wir können Möglichkeiten zusammen diskutieren und ich werde Ihnen helfen. Ihr Klient sagt: ... (dysfunktionale Annahme wiederholen) ... . Was könnte ihm helfen?" Der Klient-Therapeut und der Therapeut-Supervisor diskutieren jetzt mögliche Gegenargumente und -strategien und einigen sich auf ein Argument. Dieses sagt der Klient-Therapeut jetzt laut zu dem leeren Stuhl des Klient-Klienten. Im Anschluss bittet der Therapeut-Supervisor den Klient-Therapeuten den Stuhl wieder zu wechseln.

Sitzt der Klient wieder auf der Klienten-Position, sagt der Therapeut: "Sie sind jetzt wieder Klient. Ihr Therapeut sagt: ... (Gegenstrategie des Therapeut-Klienten wiederholen) .... Lassen Sie das mal auf sich wirken." Dann klären Therapeut und Klient, was den Klienten (bzw. sein Schema) von dem Gegenargument überzeugt. Wenn dies ausführlich getan wurde, klärt der Therapeut mit dem Klienten, was diesen noch nicht überzeugt. Hierdurch wird eine neue Schemaannahme bzw. ein neuer Schemaaspekt formuliert / expliziert und der Therapeut fordert den Klienten erneut auf, auf die Klient-Therapeuten-Position zu wechseln, sich zu distanzieren und eine Gegenstrategie zu entwickeln.

Die entwickelte Gegenstrategie kann einen von drei Inhaltsbereichen betreffen.

Der erste Bereich betrifft die kognitiven Schemaanteile, die mittels kognitiver Strategien disputiert werden. Zudem wird ein neues, funktionales Schema mit realitätsangemessenen Alternativannahmen etabliert. Die kognitiven Disputationstechniken werden in der Regel zu Beginn des EPR eingesetzt. Ist der Klient inhaltlich, logisch davon überzeugt, dass die Schemaannahmen nicht stimmen, müssen die affektiven Schemaanteile (zweiter Bereich) durch affektive Strategien bearbeitet werden. Hierzu ist es wichtig den negativen Affekt auf der Klienten-Position zu aktivieren und einen positiven Gegenaffekt auf der Therapeuten-Position zu evozieren. An dieser Stelle spielt Ressourcenaktivierung eine entscheidende Rolle. Der dritte Bereich bezieht sich auf die Motivierung des Klienten, seine dysfunktionalen Schemata aktiv anzugehen, indem Kosten salient gemacht werden und der Klient-Therapeuten gegen sein Schema aufgehetzt, d.h. wütend gemacht wird. Die motivationalen Strategien können an unterschiedlichen Stellen des Prozesses eingesetzt werden.

3.5 Besonderheiten der Klärungsorientierten Psychotherapie

Die KOP weist einige Besonderheiten auf:
  • Sie realisiert alle von Grawe spezifizierten therapeutischen Wirkmechanismen:
    - Beziehungsgestaltung
    - Klärung
    - Problemaktualisierung
    - Ressourcenaktivierung
    - Bewältigung

  • Sie enthält definierte Konzepte
    - zur Beziehungsgestaltung (Sachse, 2006a)
    - zur Motivierung von Klienten (Sachse, Langens & Sachse, 2012)
    - zur Entwicklung von Arbeitsaufträgen (Sachse et al., 2011)
    - zum Umgang mit Vermeidung (Sachse, Fasbender & Sachse, 2011)
    - zur Klärung (Sachse, 2003a)
    - zur Bearbeitung von Schemata (Sachse, Püschel, Fasbender &Breil, 2008)
    - zur Bearbeitung von Affekten, Emotionen und affektiven Schemata
    - zur Ressourcenaktivierung (Sachse, 2003a; Sachse, Langens & Sachse, 2012; Sachse et al., 2008)
    - zum Umgang mit schwierigen Interaktionssituationen (Sachse, 2004b)

  • KOP enthält besonders elaborierte Konzepte zur Therapie "schwieriger Klienten":
    - Zur Therapie von psychosomatischen Klienten (Sachse, 2006d),
    - zur Therapie von persönlichkeitsgestörten Klienten (Sachse, 2010, 2011; Sachse, Fasbender, Breil& Sachse, 2012; Sachse, Sachse & Fasbender, 2010, 2011)
    - zur Therapie von Borderline-Klienten (Breil& Sachse, 2011).
Literatur

Breil, J. & Sachse, R. (2009). Ein-Personen-Rollenspiel (EPR). In: S. Fliegel& A. Kämmerer (Hrsg.), Psychotherapeutische Schätze II, 49-53. Tübingen: dgvt-Verlag.

Breil, J. & Sachse, R. (2011). Klärungsorientierte Verhaltenstherapie bei Borderline-Persönlichkeitsstörung, 652-666. In: B. Dulz, S.C. Herpertz, O.F. Kernberg& U. Sachsse (Hrsg.), Handbuch der Borderline-Störungen. Stuttgart: Schattauer.

Sachse, R. (1983). Das Ein-Personen-Rollenspiel: Ein integratives Therapieverfahren. Partnerberatung, 4, 187-200.

Sachse, R. (1992a). Zielorientierte Gesprächspsychotherapie - Eine grundlegende Neukonzeption. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (1993a). Gesprächspsychotherapie mit psychosomatischen Klienten: Eine theoretische Begründung der Indikation. In: L. Teusch& J. Finke (Hrsg.), Die Explizierung der Krankheitslehre der Gesprächspsychotherapie auf der Ebene eines sprachpsychologischen Modells, 173-193. Heidelberg: Asanger.

Sachse, R. (1994a). Veränderungsprozesse im Verlauf Klientenzentrierter Behandlung psychosomatischer Patienten. In: K. Pawlik (Hrsg.), 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, 601-602. Hamburg: Psychologisches Institut I der Universität Hamburg.

Sachse, R. (1995a). Der psychosomatische Klient in der Praxis: Grundlagen einer effektiven Therapie mit "schwierigen" Klienten. Stuttgart: Kohlhammer.

Sachse, R. (1995b). Psychosomatische Störungen als Beeinträchtigung der Selbstregulation. In: S. Schmidtchen, G.-W. Speierer, H. Linster (Hrsg.), Die Entwicklung der Person und ihre Störung, 2, 83-116. Köln: GwG.

Sachse, R. (1995c). Zielorientierte Gesprächspsychotherapie: Effektive psychotherapeutische Strategien bei Klienten und Klientinnen mit psychosomatischen Magen-Darm-Erkrankungen. In: J. Eckert (Hrsg.), Forschung zur Klientenzentrierten Psychotherapie: Aktuelle Ansätze und Ergebnisse, 27-49. Köln: GwG.

Sachse, R. (1996). Praxis der Zielorientierten Gesprächspsychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (1997). Zielorientierte Gesprächspsychotherapie bei Klienten mit psychosomatischen Störungen. Therapiekonzepte und Ergebnisse. Gesprächspsychotherapie und Personenzentrierte Beratung, 28, 90-107.

Sachse, R. (1998). Goal-oriented Client-centeredPsychotherapy of PsychosomaticDisorders. In: L. Greenberg, J. Watson & G. Lietaer (Eds.), Handbook of experiential Psychotherapy, 295-327. New York: Guilford.

Sachse, R. (1999a). Lehrbuch der Gesprächspsychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (1999b). Persönlichkeitsstörungen. Psychotherapie dysfunktionaler Interaktionsstile. Göttingen: Hogrefe, 2. Auflage.

Sachse, R. (1999c). Psychotherapie psychosomatischer Magen-Darm-Erkrankungen. Psychologische und somatische Veränderungen und Reduktion der Gesundheitskosten. Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Psychologie.

Sachse, R. (2000a). Der Einfluss von Persönlichkeitsstörungen auf den Therapieprozess. In: Parfy, E., Rethenbacher, H., Sigmund, R., Schoberger, R. &Butschek, C. (Hrsg.), Bindung und Interaktion. Dimensionen der professionellen Beziehungsgestaltung, 85-111. Wien: Facultas.

Sachse, R. (2000b). Perspektiven der therapeutischen Beziehungsgestaltung. In: M. Hermer (Hrsg.), Psychotherapeutische Perspektiven am Beginn des 21. Jahrhunderts, 157-176. Tübingen: DGVT-Verlag.

Sachse, R. (2000c). Bearbeitungsangebot. In: G. Stumm & A. Pritz (Hrsg.), Wörterbuch der Psychotherapie, 69-70. Wien: Springer.

Sachse, R. (2001a). Psychologische Psychotherapie der Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (2001b). Persönlichkeitsstörung als Interaktionsstörung: Der Beitrag der Gesprächspsychotherapie zur Modellbildung und Intervention. Psychotherapie, 5, 2, 282-292.

Sachse, R. (2002). Histrionische und narzisstische Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (2003). Klärungsorientierte Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (2004a). Histrionische und narzisstische Persönlichkeitsstörungen. In: R. Merod (Hrsg.), Behandlung von Persönlichkeitsstörungen, 357-404. Tübingen: DGVT-Verlag.

Sachse, R. (2004b). Schwierige Interaktionssituationen im Psychotherapieprozess. In: W. Lutz, Kosfelder, J. & Joormann, J. (Hrsg.), Misserfolge und Abbrüche in der Psychotherapie, 123-144. Bern: Huber.

Sachse, R. (2004c). Persönlichkeitsstörungen. Leitfaden für eine Psychologische Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (2005a). Motivklärung durch Klärungsorientierte Psychotherapie. In: J. Kosfelder, J. Michalak, S. Vocks & U. Willutzki (Hrsg.), Fortschritte der Psychotherapieforschung, 217-231. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (2005b). Was wirkt in der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen? In: N. Saimeh (Hrsg.), Was wirkt? Prävention - Behandlung - Rehabilitation, 222-229. Bonn: Psychiatrie-Verlag.

Sachse, R. (2006a). Therapeutische Beziehungsgestaltung. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (2006b). Persönlichkeitsstörungen verstehen - Zum Umgang mit schwierigen Klienten. Bonn: Psychiatrie-Verlag.

Sachse, R. (2006c). Klärungsorientierte Psychotherapie. In: R. Sachse & P. Schlebusch (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie, 15-45. Lengerich: Pabst.

Sachse, R. (2006d). Psychologische Psychotherapie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. (2006e). Die Bearbeitung dysfunktionaler Schemata im Ein-Personen-Rollenspiel. In: R. Sachse & P. Schlebusch (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie, 255-280. Lengerich: Pabst.

Sachse, R. (2006f). Narzisstische Persönlichkeitsstörungen. Psychotherapie, 11 (2): 241-246.

Sachse, R. (2007a). Klärungsorientierte Psychotherapie. In: J. Kriz&Th. Slunecko (Hrsg.), Gesprächspsychotherapie, 138-150.

Sachse, R. (2007b). Klärungsorientierte Psychotherapie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. In: J. Kriz&Th. Slunecko (Hrsg.), Gesprächspsychotherapie, 286-294. Wien: Facultas UTB.

Sachse, R. (2007c). Therapie der narzisstischen und histrionischen Persönlichkeitsstörungen: Zwei Fallberichte. In: S. Barnow (Hrsg.), Persönlichkeitsstörungen: Ursachen und Behandlungen, 404-410. Bern: Huber.

Sachse, R. (2008a). Histrionische und narzisstische Persönlichkeitsstörung. In: M. Hermer& B. Röhrle (Hrsg.), Handbuch der therapeutischen Beziehung, Bd. 2, 1105-1125. Tübingen: DGVT-Verlag.

Sachse, R. (2008b). Klärungsprozesse in der Psychotherapie. In: J. Margraf & S. Schneider (Hrsg.), Lehrbuch der Verhaltenstherapie, 3. Auflage, 227-232. Berlin: Springer.

Sachse, R. &Breil, J. (2011). Indikationenen zur Klärungsorientierten Psychotherapie. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& M. Sachse (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie II, 80-93. Lengerich: Pabst.

Sachse, R., Breil, J., Fasbender, J., Püschel, O. & Sachse, M. (2009). Was ist Klärungsorientierte Psychotherapie? In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil&O.Püschel (Hrsg.), Grundlagen und Konzepte Klärungsorientierter Psychotherapie, 15-31. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. & Fasbender, J. (2010). Klärungsprozesse in der Psychotherapie. In: W. Lutz (Hrsg.), Lehrbuch Psychotherapie, 377-392. Bern: Huber.

Sachse, R., Fasbender, J. &Breil, J. (2009). Klärungsprozesse: Was soll im Therapieprozess geklärt werden? In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& O. Püschel (Hrsg.), Grundlagen und Konzepte Klärungsorientierter Psychotherapie, 36-64. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R., Fasbender, J., Breil, J. & Püschel, O. (2009). Grundlagen und Konzepte Klärungsorientierter Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R., Fasbender, J., Breil, J. & Sachse, M. (2012). Klärungsorientierte Psychotherapie der histrionischen Persönlichkeitsstörung. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R., Fasbender, J. & Sachse, M. (2011a). Therapeutische Regeln in der Klärungsorientierten Psychotherapie. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& M. Sachse (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie II, 13-54. Lengerich: Pabst.

Sachse, R., Fasbender, J. & Sachse, M. (2011b). Grundannahmen, Anwendungsbereiche und Kompatibilitäten Klärungsorientierter Psychotherapie. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& M. Sachse (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie II, 55-67. Lengerich: Pabst.

Sachse, R., Fasbender, J. & Sachse, M. (2011c). Die Bearbeitung von Vermeidung in der Klärungsorientierten Psychotherapie. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& M. Sachse (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie II, 156-183. Lengerich: Pabst.

Sachse, R., Langens, T. & Sachse, M. (2012). Motivierung von Klienten. Bonn: Psychiatrie-Verlag.

Sachse, R., Püschel, O., Fasbender, J. &Breil, J. (2008). Klärungsorientierte Schema-Bearbeitung - Dysfunktionale Schemata effektiv verändern. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R. & Sachse, M. (2011). Implikationsstrukturen: Verstehen, Modellbildung und therapeutische Explizierungen. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& M. Sachse (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie II, 94-172. Lengerich: Pabst.

Sachse, R., Sachse, M. & Fasbender, J. (2010). Klärungsorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.

Sachse, R., Sachse, M. & Fasbender, J. (2011). Klärungsorientierte Psychotherapie der narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Göttingen: Hogrefe.

4 Das Weiterbildungskonzept

4.1 Das Expertise-Modell

Wir vertreten in unserer Weiterbildung in Psychotherapie ein "Expertise"-Modell: Wir sehen es als sinnvoll an, dass Psychotherapeuten zu "Experten für Psychotherapie" werden, denn als Experten entwickeln sie wesentliche Fertigkeiten, die sie im Psychotherapie-Prozess dringend brauchen.

Denn Experten weisen nicht nur einen hohen theoretischen Wissensstand auf, sondern
  • sie weisen gut strukturiertes und stark anwendungsorientiertes Wissen auf,
  • sie weisen hoch integriertes und gut und schnell abrufbares Wissen auf,
  • sie können deshalb Informationen "in Realzeit" verarbeiten,
  • sie können deshalb auch komplexe Information verarbeiten und "Modelle" über Klienten bilden,
  • sie können schnell entscheiden, welche Daten relevant sind und sich für wichtige "Spuren" entscheiden,
  • sie können Hypothesen bilden, elaborieren, modifizieren und verwerfen und sie können "Hypothesen in der Schwebe" halten,
  • sie können "tiefere" Schlüsse aus Daten ziehen, Zusammenhänge herstellen,
  • sie können weitreichende, komplexe und vernetzte Strategien entwickeln und verfolgen,
  • sie können präzise Interventionen realisieren, die Effekte ihres Handelns prüfen und ihr Handeln modifizieren.
4.2 Wie muss eine Weiterbildung beschaffen sein, dass sie Expertise schafft?

Eine Weiterbildung muss wesentliche (für das Praxisfeld relevante) theoretische Inhalte vermitteln als Grundlage von Expertise. Eine theoretische Aus- oder Weiterbildung reicht jedoch bei weitem nicht aus.

Damit Wissen anwendungsorientiert wird, damit es gut organisiert und gut verfügbar wird, muss die Anwendung von Wissen ständig konkret in der Praxis trainiert werden.

Therapeuten müssen Therapie machen, diese aufzeichnen, zu ihrem Handeln Feedback erhalten, mit einem Dozenten Informationsverarbeitungs- und Handlungsplanungsprozesse reflektieren: Expertise entsteht im Wesentlichen durch reflektierte Praxis.

Daher ist es wichtig,
  • Prozesse der Informationsverarbeitung, die Verbindung zwischen theoretischem Wissen und konkreten Klienten-Daten,
  • Prozesse der Bildung von Klienten-Modellen,
  • Prozesse der Bildung von Strategien,
  • Prozesse der Bildung konkreter Interventionen etc.

    immer wieder
  • zu üben,
  • zu reflektieren,
  • zu üben,
  • zu reflektieren usw.
Um Expertise zu erlangen, muss man von Experten lernen: Die Dozenten müssen nicht nur über fundiertes theoretisches Wissen verfügen, sondern über relevantes Praxiswissen und sie müssen alle die Prozesse, die sie den Weiterbildungsteilnehmern vermitteln wollen, auch selbst beherrschen.

Um Experte zu werden, muss man ein integriertes Konzept von Psychotherapie entwickeln: Es genügt nicht, unverbundene "Tools" oder therapeutische Strategien zu lernen, die man nicht verbinden und integrieren kann. Vielmehr ist es wesentlich, Konzepte, Strategien, Theorien etc. inhaltlich zu einer sinnvollen Einheit zu verbinden. Denn nur so entwickelt sich das gut organisierte und gut verfügbare Wissen von Experten.

Um Expertise im Bereich Psychotherapie zu entwickeln, muss man auch versuchen, alle persönlichen Hindernisse, die therapeutischen Verarbeitungs- und Handlungsprozessen im Weg stehen, auszuräumen. Daher ist es wesentlich, durch therapeutische Selbsterfahrung eigene Schemata zu reflektieren, die Resonanzeffekte (negative emotionale Reaktionen auf Klienten oder Klienten-Inhalte) oder Plausibilitätsfallen (Inhalte, die man aufgrund eigener Schemata nicht hinterfragen kann) erzeugen und die so mit dem therapeutischen Prozess interferieren.

4.3 Die Weiterbildung in Klärungsorientierter Psychotherapie

Die Weiterbildung in Klärungsorientierter Psychotherapie, die wir hier anbieten, entspricht genau dem beschriebenen Expertise-Modell: Der zentrale Schwerpunkt liegt auf reflektiertem Training, also auf der Entwicklung einer sehr validen und schnellen therapeutischen Verarbeitung und einer relevanten und effektiven therapeutischen Handlung.

Weiterführende Literatur:

Sachse, R. (2006). Psychotherapie-Ausbildung aus der Sicht der Expertise-Forschung. In: R. Sachse & P. Schlebusch (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie, 306-324. Lengerich: Pabst.

Sachse, R. (2009). Psychotherapeuten als Experten. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& O. Püschel (Hrsg.), Grundlagen und Konzepte Klärungsorientierter Psychotherapie, 269-298. Göttingen: Hogrefe.

5 Das Curriculum der Weiterbildung in Klärungsorientierter Psychotherapie

5.1 Allgemeines zum Curriculum

Das Curriculum erstreckt sich über 300 Stunden Weiterbildung an 10 Wochenenden á 30 Stunden. Die Weiterbildung geht über 2 Jahre.

Die Wochenenden finden statt
  • Freitag
  • Samstag
  • Sonntag

    Die Kosten betragen 4500 , entsprechend einer monatlichen Zahlung von 187,50

    Die Kursinhalte umfassen:
    • Einführung in die Klärungsorientierte Psychotherapie, allgemeine und komplementäre Beziehungsgestaltung
    • Schema-Theorie, Informationsverarbeitung und Modellbildung, Klärungsprozesse
    • Klärung von Schemata, spezifische therapeutische Aspekte
    • Umstrukturierung von Schemata: Kognitive Techniken im Ein-Personen-Rollenspiel
    • Umstrukturierung von Schemata: Motivationale und emotionale Techniken im Ein-Personen-Rollenspiel
    • Klärungsorientierte Psychotherapie bei psychosomatischen Störungen
    • Klärungsorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen: Histrionische und Narzisstische Persönlichkeitsstörungen
    • Klärungsorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen: die "reinen Persönlichkeitsstörungen"
    • Klärungsorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen: Übungen schwieriger Interaktionssituationen und Selbsterfahrung
    • Klärungsorientierte Paartherapie
    5.2 Erläuterungen des Curriculums

    1. Kurs:
    Einführung in die Klärungsorientierte Psychotherapie, allgemeine und komplementäre Beziehungsgestaltung

    Inhalte des Kurses sind:
    • Grundlagen und Theorien der Klärungsorientierten Psychotherapie
    • Inhalts-, Bearbeitungs- und Beziehungsebene
    • Aufbau von Beziehungskredit
    • Prinzipien allgemeiner Beziehungsgestaltung
    • Grundlagen von Empathie, Verstehen und Modellbildung
    • Zentrale Beziehungsmotive
    • Komplementäre Beziehungsgestaltung
    • Übungen zur allgemeinen und komplementäre Beziehungsgestaltung
    • Übungen zur Empathie, Informationsverarbeitung und Modellbildung
    • Schema-Theorie
    • Schemata und Informationsverarbeitung
    • Verstehensprozesse
    • Synthetischer und analytischer Verarbeitungsmodus
    Weiterführende Literatur:

    Sachse, R. (2000). Perspektiven der therapeutischen Beziehungsgestaltung. In: M. Hermer (Hrsg.), Psychotherapeutische Perspektiven am Beginn des 21. Jahrhunderts, 157-176. Tübingen: DGVT-Verlag.

    Sachse, R. (2006). Therapeutische Beziehungsgestaltung. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (2008). Klärungsprozesse in der Psychotherapie. In: J. Margraf & S. Schneider (Hrsg.), Lehrbuch der Verhaltenstherapie, 3. Auflage, 227-232. Berlin: Springer.

    Sachse, R., Fasbender, J. &Breil, J. (2009). Klärungsprozesse: Was soll im Therapieprozess geklärt werden? In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& O. Püschel (Hrsg.), Grundlagen und Konzepte Klärungsorientierter Psychotherapie, 36-64. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (2016). Therapeutische Beziehungsgestaltung, 2. aktualisierte und ergänzte Auflage. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (2016). Grundlagen Klärungsorientierter Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

    2. Kurs
    Schema-Theorie, Informationsverarbeitung und Modellbildung, Klärungsprozesse

    Inhalte des Kurses sind u.a.:
    • Schemata und Beziehungsmotive
    • Die Verstehensmatrix
    • Modellbildung: Hypothesenbildung, Prüfung und Evaluation.
    • Klärungs- und Explizierungsprozesse
    • Die Explizierungsskala
    • Interventionen und Strategien zur Klärung
    • Prozesssteuerung
    • Übungen zur Informationsverarbeitung
    • Übungen zur Steuerung von Explizierungsprozessen
    • Trauer und Trauerarbeit
    Weiterführende Literatur:

    Sachse, R. (2003). Klärungsorientierte Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (2008). Klärungsprozesse in der Psychotherapie. In: J. Margraf & S. Schneider (Hrsg.), Lehrbuch der Verhaltenstherapie, 3. Auflage, 227-232. Berlin: Springer.

    Sachse, R., Breil, J. & Fasbender, J. (2009). Beziehungsmotive und Schemata: Eine Heuristik. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& O. Püschel (Hrsg.), Grundlagen und Konzepte Klärungsorientierter Psychotherapie, 66-88. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R., Fasbender, J. &Breil, J. (2009). Klärungsprozesse: Was soll im Therapieprozess geklärt werden? In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& O. Püschel (Hrsg.), Grundlagen und Konzepte Klärungsorientierter Psychotherapie, 36-64. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (2017). Therapeutische Informationsverarbeitung. Göttingen: Hogrefe.

    3. Kurs
    Klärung von Schemata, spezifische therapeutische Aspekte.

    Inhalte des Kurses sind u.a.:
    • Informationsverarbeitung auf der Inhalts-, Bearbeitungs- und Beziehungsebene
    • Analyse von Vermeidung
    • Strategien zur Explizierung von Schemata
    • Probleme bei Explizierungsprozessen
    • Kognitive und affektive Schemata
    • Strategien zur Klärung affektiver Schemata
    • Prozesse der Aktivierung von Schemata
    • Strategien zur Ressourcenaktivierung
    • Motivierungs-Strategien von Klienten
    • Übungen zur Klärungsprozessen
    • Übungen zur Motivierung
    Weiterführende Literatur:

    Breil, J. & Sachse, R. (2009). Ein-Personen-Rollenspiel (EPR). In: S. Fliegel& A. Kämmerer (Hrsg.), Psychotherapeutische Schätze II, 49-53. Tübingen: dgvt-Verlag.

    Sachse, R., Fasbender, J., Breil, J. & Sachse, M. (2011). Bearbeitung von Schemata im Ein-Personen-Rollenspiel. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& M. Sachse (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie II, 184-204. Lengerich: Pabst.

    Sachse, R., Püschel, O., Fasbender, J. &Breil, J. (2008). Klärungsorientierte Schema-Bearbeitung - Dysfunktionale Schemata effektiv verändern. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (2016). Klärungsprozesse in der Klärungsorientierten Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R., Langens, Th. und Sachse, M. (2012). Klienten motivieren. Bonn: Psychiatrie-Verlag.

    4. Kurs
    Umstrukturierung von Schemata: Kognitive Techniken im Ein-Personen-Rollenspiel.

    Inhalte des Kurses sind u.a:
    • Die Technik des Ein-Personen-Rollenspiels (EPR)
    • EPR als therapeutisches Rahmenkonzept
    • Indikation zum EPR
    • Voraussetzungen für das EPR
    • Die Durchführung des EPR
    • Demonstrationen vom EPR
    • Kognitive Techniken im EPR
    • Erkennen und Explizieren von Implikations-Strukturen
    • Übungen zu kognitiven Techniken des EPR
    Weiterführende Literatur:

    Breil, J. & Sachse, R. (2009). Ein-Personen-Rollenspiel (EPR). In: S. Fliegel& A. Kämmerer (Hrsg.), Psychotherapeutische Schätze II, 49-53. Tübingen: dgvt-Verlag.

    Sachse, R., Fasbender, J., Breil, J. & Sachse, M. (2011). Bearbeitung von Schemata im Ein-Personen-Rollenspiel. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& M. Sachse (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie, 184-204. Lengerich: Pabst.

    Sachse, R., Püschel, O., Fasbender, J. &Breil, J. (2008). Klärungsorientierte Schema-Bearbeitung - Dysfunktionale Schemata effektiv verändern. Göttingen: Hogrefe.

    5. Kurs
    Umstrukturierung von Schemata: Motivationale und emotionale Techniken im Ein-Personen-Rollenspiel.

    Inhalte des Kurses sind u.a:
    • Was sind motivationale Techniken?
    • Indikation von motivationalen Techniken
    • Prinzipien motivationaler Techniken
    • Motivationale Techniken im EPR
    • Was sind affektive Schemata?
    • Therapeutische Besonderheiten affektiver Schemata
    • Therapeutische Strategien zur Bearbeitung affektiver Schemata
    • Affektive Therapie-Strategien im EPR
    • Übungen zu Motivationalen Techniken im EPR
    • Übungen zu emotionalen Techniken im EPR
    Weiterführende Literatur:

    Sachse, R. und Langens, Th. (2014). Emotionen und Affekte in der Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

    6. Kurs
    Klärungsorientierte Psychotherapie bei psychosomatischen Störungen.

    Inhalte des Kurses sind u.a:
    • Definition und Klassifikation von psychosomatischen Störungen
    • Symptomatik der psychosomatischen Störungen
    • Theorie der Psychosomatik
    • Diagnose psychischer Komponenten
    • Therapeutische Strategien: Anfangsphase
    • Therapeutische Strategien: Bearbeitung der Bearbeitung
    • Therapeutische Strategien: Schemata umstrukturieren, Aufbau sozialer Kompetenz, Ein-Personen-Rollenspiel
    • Definition und Klassifikation von Somatisierungsstörungen
    • Symptomatik der Somatisierungsstörung
    • Theorie der Somatisierung
    • Diagnose von Somatisierungsstörungen
    • Therapeutische Strategien zur Somatisierungsstörung
    • Unterschiede: Psychosomatik - Somatisierung
    • Ein besonderes Problem: extreme Vermeidung
    • Vermeidungs-Strategien
    • Therapeutischer Umgang mit Vermeidungs-Strategien
    Weiterführende Literatur:

    Sachse, R. (2006). Psychologische Psychotherapie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R., Fasbender, J. & Sachse, M. (2011). Die Bearbeitung von Vermeidung in der Klärungsorientierten Psychotherapie. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil& M. Sachse (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie, 156-183. Lengerich: Pabst.

    7. Kurs
    Klärungsorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen: Histrionische und Narzisstische Persönlichkeitsstörungen.

    Inhalte des Kurses sind u.a:
    • Definition und Klassifikation von Persönlichkeitsstörungen
    • Theorie von Persönlichkeitsstörungen
    • Diagnose von Persönlichkeitsstörungen
    • Funktionen von Diagnosen und das Stigmatisierungsproblem
    • Persönlichkeitsstörungen als Interaktionsstörungen
    • Das Modell der Doppelten Handlungsregulation
    • Beziehungsmotive
    • Schemata
    • Interaktionelle Spiele
    • Beziehungstests
    • Komplementäre Beziehungsgestaltung
    • Explikation von Beziehungsmotiven
    • Bestehen von Tests
    • Konfrontations-Strategien
    • Aufbau von Arbeitsaufträgen
    • Bearbeitung dysfunktionaler Schemata
    • Aufbau von Alternativverhalten
    • Therapiephasen und Prozessziele
    • Umgang mit schwierigen Interaktionssituationen
    • Theorie und Charakteristika der Nähe-Störungen
    • Histrionische Persönlichkeitsstörung
    • Narzisstische Persönlichkeitsstörung
    • Besonderheiten von Narzisstischer und Histrionischer Persönlichkeitsstörung
    • Therapeutische Vorgehensweisen
    • Übungen von Konfrontationen, Umgang mit Tests
    Weiterführende Literatur:

    Sachse, R. (2001). Psychologische Psychotherapie der Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (2002). Histrionische und narzisstische Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R., Sachse, M. & Fasbender, J. (2011). Klärungsorientierte Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (2014). Manipulation und Selbsttäuschung. Wie gestalte ich mir die Welt so, dass sie mir gefällt: Manipulationen nutzen und abwenden. Heidelberg: Springer.

    Sachse, R., Sachse, M. & Fasbender, J. (2011). Klärungsorientierte Psychotherapie der narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R., Fasbender, J., Breil, J. & Sachse, M. (2012). Klärungsorientierte Psychotherapie der histrionischen Persönlichkeitsstörung. Göttingen: Hogrefe.

    8. Kurs
    Klärungsorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen: die "reinen Persönlichkeitsstörungen".

    Inhalte des Kurses sind u.a:
    • Dependente Persönlichkeitsstörung
    • Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung
    • Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung
    • Schizoide Persönlichkeitsstörung
    • Zwanghafte Persönlichkeitsstörung
    • Paranoide Persönlichkeitsstörung
    • Besonderheiten im Interaktionsverhalten
    • Besondere Schwierigkeiten beim Beziehungsaufbau
    • Spezifische Beziehungsmotive
    • Tests
    • Spezifische Komplementaritäten
    • Bedeutung von Transparenz und Kontrolle
    • Bearbeitung von Schemata
    • Strategien zur Bearbeitung der Alienation
    • Umgang mit schwierigen Interaktionssituationen
    Weiterführende Literatur:

    Sachse, R. (2001). Psychologische Psychotherapie der Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (2002). Histrionische und narzisstische Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (2004). Persönlichkeitsstörungen. Leitfaden für eine Psychologische Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R., Sachse, M. & Fasbender, J. (2011). Klärungsorientierte Psychotherapie der narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R., Breil, J., Sachse, M. & Fasbender, J. (2013). Klärungsorientierte Psychotherapie der dependenten Persönlichkeitsstörung. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R., Fasbender, J. & Sachse, M. (2014). Klärungsorientierte Psychotherapie der selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R., Kiszkenow-Bäker, S. & Schirm, S. (2015). Klärungsorientierte Psychotherapie der zwanghaften Persönlichkeitsstörung. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. & Sachse, M. (2017). Klärungsorientierte Psychotherapie der schizoiden, passiv-aggressiven und paranoiden Persönlichkeitsstörungen. Göttingen: Hogrefe.

    9. Kurs
    Klärungsorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen: Übungen schwieriger Interaktionssituationen und Selbsterfahrung.

    Inhalte des Kurses sind u.a:
    • Borderline Persönlichkeitsstörung
    • Übungen zu schwierigen Interaktions-Situationen
    • Selbsterfahrung:
      - Welchen Persönlichkeitsstil habe ich?
        - Motive
        - Schemata
        - Spielstrukturen
      - Mit welchen Klienten kann ich gut arbeiten und warum?
      - Welche Klienten bereiten mir Probleme und warum?
    10. Kurs
    Klärungsorientierte Paartherapie.

    Inhalte des Kurses sind u.a:
    • Systematik von Paarproblemen
    • Diagnose von Paarproblemen
    • Kommunikation und Kommunikationsstörungen
    • Beziehungsmotive und Umgang damit in der Partnerschaft
    • Explizite und implizite Paarkonflikte
    • Sexualität und Partnerschaft
    • Therapeutische Grundlagen und Regeln der Paartherapie
    • Settings
    • Beziehungsgestaltung, Steuerung, Moderation, Regeln
    • Klärungsorientierte Strategien der Paartherapie
    • Verhaltenstherapeutische Strategien der Paartherapie
    • Übungen zur Paartherapie
    • Übungen zu schwierigen Interaktionssituationen
    Weiterführende Literatur:

    Sachse, R., Breil, J. & Fasbender, J. (2012). Klärungsorientierte Psychotherapie bei Paarproblemen. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R., Breil, J. & Fasbender, J. (2013). Klärungsorientierte Paartherapie. Göttingen: Hogrefe.

    Sachse, R. (in Druck). Konflikt und Streit. Heidelberg: Springer.